Navigationseinbau im Ford Galaxy

 

Vier Jahre lang (bis Oktober 2005) stellte mir meine Firma einen Ford Galaxy als Firmenwagen zur Verfügung. Hier fanden auch die ersten Schritte im Bereich der GPS-Navigation statt. Den Anfang machten zwei Notebooklösungen, bevor die PDA-Navigation aufkam.

 

 

Notebook-Navigation, die Erste

Der allerste Navi-Einbau war eine komplette Eigenkontruktion aus mehren defekten Notebooks. Das Display wurde in der Mitte des Wagen über den Lüftungsschlitzen mit zwei Brodit-Clips befestigt und war verbunden mit dem Notebook und dem mittleren Sitz in der zweiten Reihe. Die Bedienung wurde komplett über eine Trackball-Maus und virtueller Tastaturen vorgenommen. Staunende Blick waren mir damals garantiert. Leider existieren davon keine Bilder mehr. Das schöne daran war, das man im Stau mit den Kindern spielen, Urlaubsbilder oder Filme ansehen konnte. Ein wahres Multimedia-Center zu Zeiten von Windows 98. Nur der Ton ließ etwas zu wünschen übrig, denn ich hatte mir nur ein CB-Lautsprechner hinter das Display montiert.

Leider haben die schlechten Straßen im Berliner Umland nach eineinhalbjährigem Einsatz diesem Navisystem den Rest gegeben. Das Notebook-Display war wohl doch etwas zu schwer für die Befestigungsart. Da es sich aber um ein Leasingsfahrzeug handelte, war eine stabilere Montage nicht möglich.

Zum Einsatz kam damals die NAVIGON-Software Mobile Navigator für Notebook und eine seriell angeschlossene GPS-Maus.

 

 

Notebook-Navigation, die Zweite

Der zweite Versuch der GPS-Navigation wurde ebenfalls durch ein Notebook realisiert (damals gab es noch keine PDAs für uns). Die Lösung war, das Notebook auf den Beifahrersitz zu legen. Hä? Einmal Bremsen und weg ist es! Stimmt. Genau aus diesem Grund habe ich mir auch eine Auflagekonstruktion gebaut, die am Sitz festgemacht wurde und das Notebook mittels Spanngurt fixierte. Gleichzeitig konnte ich das Notebook noch näher zum Fahrersitz schwenken, um die Ablesbarkeit zu erhöhen. Um die Ansagen besser verstehen zu können, hatte ich im unteren Bereich der Auflage einen USB-Lautsprecher installiert. Es existieren leider keine Bilder mehr mit installiertem Notebook und Lautsprecher.

Nachteil des ganzen: ab und zu mußten die Mitfahrer halt hinten sitzten, oder ein Notebook auf den Schoß halten.

 

Notebook im Auto 1 Notebook im Auto 2

Warum habe ich das eigentlich selbst gebastelt? Tja, zum damaligen Zeitpunkt waren professionelle Lösungen so teuer, das mich mein Chef komisch angeschaut und gefragt hat warum ich mein Jahresgehalt auf einmal ausgezahlt bekommen wollte. Da war halt Improvisation angesagt.

 

 

PDA-Navigation

Irgendwann stand dann endlich mal ein PDA an, die Gelegenheit wurde beim Schopft gefaßt und die Notebooklösung verschwand.
Für meinen Geschmack war rechts vom Lenkrad der einzig vernünfige Platz, wo der PDA auch noch super erreichbar und im Blickfeld liegt, ohne störend an der Frontscheibe zu kleben.

HP 3970 im Galaxy

Die erste Version erfolgte mit einer passiven Brodithalterung. Die Maus lag ausglühtechnisch optimal auf dem Cockpit und der PDA wurde mittels Spannungswächter kontinuierlich mit Strom versorgt. Das es sich um ein Firmenfahrzeug handelte, habe ich die Stromversorgung nicht fest installiert. Das hätte nur Ärger gegeben.

 

Passive Brodithalterung Stromversorgung mit Spannungswächster

Nachdem mich aber der interne Lautsprecher nicht so vom Hocker riß (obwohl sehr brauchbar), habe ich eine aktive Brodit-Halterung eingebaut. Aus irgendwelchen, mir nicht erfindlichen Gründen war aber der Lautsprecher nach hinten gerichtet und quatschte somit immer das Armaturenbrett voll. Ich habe ihn kurzer Hand umgedreht und war nun begeistert von den klar verständlichen und lauten Ansagen.

Aktivhalterung 1 Aktivhalterung 2

 

 

PNA-Navigation

Ganz simpel. Das Ding kam nur zum Testen in den Galaxy und dann habe ich es einfach an die Scheibe gepappt. Bedienbar war es natürlich dann nur wenn man Stand. Beim fahren reichten meine Ärmchen einfach nicht ran. Aber das soll ja auch so sein, gell. Strom hat er keinen gekriegt. Die knapp vier Stunden Laufzeit reichten völlig.

Transonic im Galaxy

 

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